Journey...Alles-und-Nichts

Lerntagebuch04

, 06:39am

 

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Ein Projekt aus dem Psychologie-/ Pädagogikunterricht. Hier halte ich meine Gedanken zum Unterricht und anderen Themen, die mir spontan dazu einfallen, fest.

 


 

 

 

Tuesday, 4. may 2010

Meine Woche…

 

 Stimmung

1 siehe Blogeintrag

2 PP-Klausur zurückbekommen...siehe Blogeintrag

 

*Ausnahmefall: Normalerweise ist am Wochenende alles rot. Aber ich war unterwegs und hatte oft Besuch. Daher ist der Bereich auch grün.

 

Da ich im Lerntagebuch schon seit Monaten nichts mehr geschrieben habe und sich das immer weiter hinzieht und ich irgendwie immer schlechter und motivationsloser werde, muss ich diesen Teufelskreis jetzt einfach durchbrechen und etwas schreiben. Ob dieser Text nun miserabel oder gut wird, sei dahingestellt. Irgendwo muss ich ja anfangen.

 

Eigentlich hätte ich mich dazu bereits am Donnerstag überwinden sollen, aber irgendwie hatte mir dazu die Muse gefehlt...und am Tag davor ebenfalls wie man an der Tabelle erkennen kann.

 

Tatjana hat mir gesagt, dass ein Tag genau beschrieben werden soll. Und ich denke, dieser Mittwoch verdeutlicht alles am besten. Der Inhalt (wenn auch etwas dramatisch formuliert) beschreibt den roten Faden, der sich momentan bei mir durch die Tage zieht und der auch dann noch da sein wird, wenn ich ausgezogen bin.

Vor meiner „Familie“ kann ich weglaufen. Keiner zwingt mich, für immer dort zu bleiben. Aber ich kann nicht vor mir selbst weglaufen.

 

Kommen wir aber nun zu der Tabelle…

Daran sieht man noch einmal schön, in was für einem Ungleichgewicht ich mich befinde, wie schnell mich Dinge aus der Bahn werfen und wie sich die Schule langsam zu einem Ort entwickelt, zu dem ich auch nicht unbedingt gerne gehe. Vor ein/zwei Wochen ging das noch. Vor ein/zwei Wochen waren nur die Zeiten rot, in denen ich zu Hause war.

Ich denke, das hängt unter anderem auch mit der Klausur zusammen. Es war einfach zu schrecklich vor einem Blatt zu sitzen, zu wissen, was ungefähr gefragt ist und gar nichts in Worte fassen zu können. Ich dachte, Schreiben wäre zumindest etwas Beständiges, das mich nicht verlässt.

Stellt sich nur die Frage, ob das ein Ausnahmefall war oder ernst zu nehmen ist...

 

Alles in allem war meine Woche nicht so gut...es ist die letzte Woche, in der ich noch zu Hause wohne. Ab Donnerstag bin ich hoffentlich hier weg. Mal sehen, wie dann die kommenden Wochen werden...

 

 

 

 

Sunday, 20. june 2010

Erste Beobachtung: Ablenkung und Arbeitsplatzgestaltung

 

Die Küche ist nicht aufgeräumt, der Boden könnte mal wieder gewischt werden und die Fenster könnten auch mal wieder geputzt werden, obwohl das erst ein paar Tage her ist. Ich könnte mir jetzt genauso gut eine Zigarette (versuchen zu) drehen oder nach meinen E-Mails sehen. Aber nein, mich packt gerade die Muse. Ich schreibe lieber eine Kurzgeschichte...aber eigentlich…ja, eigentlich…sollte ich jetzt Psychologie lernen…

 

Meine erste Lernbeobachtung an mir ist die Ablenkung von allem, was in der Gegend herumliegt oder eben nicht herumliegt, was unordentlich aussieht oder mich permanent dann stört, wenn ich eigentlich lernen sollte. Eben alles, was mir zur anderweitigen Beschäftigung dient. Nur eben nicht lernen.

Das ist seltsam, denn eigentlich habe ich keine Angst davor. Es ist nur die große Überwindung, es überhaupt anzufangen. Wenn ich dann im Flow bin und ich alles verstehe, macht es sogar Spaß.

 

Natürlich kann man nicht in vollkommenen Chaos lernen. Aber ich fange eben beim kurz Durchfegen an und am Ende stehe ich dann ewig in der Küche, wische den Boden, mache Frühjahrsputz (zum 3. Mal in diesem Frühjahr) und koche nebenher eine Suppe, die auch ein bis zwei Stunden in Anspruch nimmt. Ich bin also sehr gut organisiert, mein Hunger ist immer gestillt, meine Wohnung fast immer aufgeräumt. Ich bin jederzeit motiviert, die Küche aufzuräumen oder zu gebrauchen. Aber eigentlich lässt sich das ganz anders erklären. Eigentlich vermeide ich das Lernen dadurch. Warum, das weiß ich auch nicht.

Wenn ich mit jemandem zusammen lerne, sieht das aber auch wieder ganz anders aus.

 

Der Ort, an dem ich lerne, ist fast immer mein Sofa. Da es aber auch mein Bett ist, komme ich häufig in die Versuchung, das Schulzeug seitlich runterzuschmeißen und zu schlafen…ich habe mal irgendwo gelesen, dass man nicht im Bett lernen, lesen oder sonstige geistige Tätigkeiten tun sollte. Das Bett sollte nur zum Schlafen und Erholen dienen. Im Psychologiebuch steht ja auch, dass man beim Lernen nicht allzu entspannt sein sollte und das Sofa nur zum Ausruhen nutzen sollte.

Aber ich lerne schon seit fünf Jahren auf diesem Sofa. Mein Sofa ist auch das einzige Möbelstück, auf dem man gut lernen kann. Mal im Schneidersitz, mal im Liegen, mal im Sitzen. Ansonsten gibt es nicht mehr viele Orte, an denen ich lernen könnte. Ich spiele oft mit dem Gedanken, einfach mal auf den Balkon zu gehen. Aber da windet es erstens und zweitens kann man da auch nicht so gut schreiben. Weder handschriftlich noch digital. Meistens fällt das Licht auch ganz doof auf den Laptop, sodass ich gar nichts mehr sehe. Wenn ich für Psychologie lerne, muss ich mir auch immer Dinge rausschreiben. Und das geht auch nicht überall. Die Badewanne fällt also weg und der Balkon eigentlich auch. Wobei ich da eigentlich einen Tisch aufbauen könnte...Memo an mich: Mal ausprobieren, wenn es nicht allzu windig ist…

Ansonsten gibt es nur noch die Bar. Und da wird meist getrunken und gegessen und sehr oft ist sie mit allem möglichen Krams vollgestellt, was ich immer schnell zur Hand haben muss. Außerdem kann ich nicht ewig auf dem Barhocker sitzen, da diese Unbequemlichkeit mich wohl auch irgendwann ablenken wird.

 

Und das war’s eigentlich mit den Orten, wo ich lernen könnte. Seit der Grundschule jedenfalls lerne ich nicht mehr an einem für das Lernen vorgesehenen Schreibtisch.

 

 

 

 

Sunday, 20. june 2010

Licht und Schatten. Tot und Geist. V. und K. …

 

Ich habe im Artikel davor von der Überwindung und der Wahl des Ortes geschrieben. Jetzt schreibe ich ein bisschen über die Atmosphäre, die man nicht sieht, einen aber immens beeinflussen kann.

 

Zum Beispiel Musik: Wenn ich im Flow des Lernens drin sein sollte, höre ich auch ab und zu einige Songs nebenher. Aber nicht durcheinander, sondern eher alles vom selben Interpret und ja nicht auf Deutsch. Denn dann achte ich zu sehr auf den Text und das lenkt ab. Klassische Musik ist auch ganz okay und besitze ich auch, höre ich aber eher selten.

 

Im Buch steht auch noch, dass Licht eine wichtige Rolle spielt. Davon habe ich in meiner Wohnung auch genug. Das Zimmer (es gibt nur eins) ist immer hell erleuchtet, da eine Wand nur aus Fenstern und der Balkontür besteht. Mein letztes Zimmer im Elternhaus hatte nur ein kleines Fenster mit ein bisschen Morgensonne. Zudem hatte es eine Schräge und hätte mein Eckschrank kein Spiegel, käme in die Ecke, wo mein Sofa stand gar kein Licht…ich weiß nicht, ob meine Konzentrationsprobleme am Zimmer lagen, aber hauptsächlich war die Atmosphäre sehr schlecht zum Lernen. Irgendwann schrien mich die Wände an, weil ich Tag ein Tag aus nur darauf gestarrt habe und meine Gedanken immer negativer wurden. Natürlich schrien sie nicht wirklich, es war wohl eher ich selbst, die sich Vorwürfe gemacht hat. Ich mochte das Haus jedenfalls nicht und das Haus mochte mich nicht. Es entstand eine allgemeine Ablehnung. Mit meinem Zimmer verband ich nur negatives und dennoch war es der einzige Zufluchtsort und Ort zum „Lernen“. Wobei, gegen Ende habe ich den ganzen Tag nur noch geschlafen. Und das noch nicht einmal gut…

Wenn ich es mir recht überlege, kann ich jetzt viel besser schlafen. Keine Albträume mehr, keine Geräusche aus der Küche im ersten Sock. Keiner, der auf keinen Rücksicht nimmt. Keine „Geister“, die mich nachts nach unten ziehen und dafür sorgen, dass ich mich nicht mehr bewegen kann, bis ich anfange zu schreien…

 

Dass meine Nachbarn mit ihren Hunden ständig ein und aus gehen stört mich deshalb überhaupt nicht. Auch nicht, wenn dies um ein Uhr morgens der Fall sein sollte. Ich bin, was das Beurteilen von Geräuschen angeht also relativ tolerant. Und mich stört das Kläffen nicht, sofern keiner seinen Hund erwürgt, was sich manchmal jedoch so anhört.

Dass in K. Grabesstille herrscht, ist somit gar nicht so schlecht. Zu Hause war es auch ruhig. Aber da hat diese Ruhe wehgetan. Da war immer noch das bisschen Hoffnung auf ein Familienleben da. Aber es kam nichts. Nur Unverständnis. Und jetzt, jetzt bin ich einfach weg und verlasse mich nur noch auf mich alleine und die paar Freunde, die ich habe. Auf meine Eltern ist jedenfalls kein Verlass.

 

 

Ich habe das alles noch mal aufgeschrieben, um zu verdeutlichen, dass man nicht unbedingt gut lernen kann, wenn man psychisch angeschlagen ist und einen bestimmte Dinge, die auswegslos erscheinen, immer wieder aufs neue runterziehen. Die Motivation geht zurück, wenn alles nur noch negativ erscheint und man das Gefühl hat, für immer im Leid stecken zu bleiben.

Das hatte ich auch in meinem Referat erwähnt (siehe Aaron Beck)

 

 

 

 

Sunday, 20. june 2010

Der Tag hat nur 24 Stunden

 

Ich stehe um 6 Uhr auf. Manchmal auch um 7:15 Uhr, weil ich einfach zu müde bin und nicht aufstehen kann. Meistens zwinge ich dann doch mein Frühstück runter und schleife mich zur Schule, auch wenn es mir schwer fällt. Ich gehe ungefähr um 24 Uhr ins Bett. Mir ist der Tag einfach zu kurz, ich gebe zu, ich bin sehr unorganisiert, was das lernen angeht.

Früher, auf der Hauptschule, war das anders. Da hatte man aber auch weniger zu lernen und ich war um das 1000fache motivierter. Warum, das weiß ich auch nicht. Ich war eben das Kontrastbeispiel zu denen mit Null-Bock-Einstellung. Ich war das Aushängeschild der Schule. Ich habe die Lehrer gemocht und den Unterricht geliebt. Ich habe in der Mittagspause gelernt und Freizeit und Schule waren perfekt ausgeglichen.

Jetzt ist alles ein bisschen im Ungleichgewicht. Der Stoff ist nicht direkt zu schwer, aber zu viel. Freizeit fällt fast weg und aus Trauer darüber liegt man wieder nur unmotiviert im Bett.

Das sollte ich bis in 12 geändert haben.

 

Ich verschaffe mir also als erstes den Überblick:

23. Juni: Geschichte

29. Juni: Mathe

30 Juni: Psychologie

5. Juli: Spanisch-Kurztest

7. Juli: Religion

 

Das alles habe ich am Rand noch mal aufgelistet bei den Dates und alles auf Seiten verlinkt, die ich zusätzlich erstellt habe. Darin trage ich ein, was ich wann gemacht habe und noch vorhabe. Und das schreibe ich auf einen Post-it-Zettel und hänge ihn mir an die Wand. Oder zumindest irgendwo hin, wo noch nicht 20 andere hängen…

Organisieren will gelernt sein...

 

 

 

 

Sunday, 20. june 2010

Wie fasse ich Texte zusammen?

 

Ich denke, dass das jeder ein bisschen anders macht. Und jeder wird für sich wissen, auf welchem Weg ein Text am besten im Gedächtnis hängen bleibt.

Persönlich weiß ich nicht mehr, ob ich irgendwann einmal die fünf-Schritte-Methode gelernt habe. Anscheinend hat sie mir wohl auch nicht wirklich geholfen, denn den Umgang mit Texten habe ich eher durch die ständige Übung bei der Schülerzeitung gelernt.

 

Ich habe hierbei auch meine eigene Idee. Ich lese den Text erst nicht zu genau, aber auch nicht zu oberflächig. Es geht einfach darum, die Struktur zu erkennen und mir einen Überblick zu verschaffen. Fragen stelle ich jedenfalls nicht an den Text. Beim ersten Durchlesen erkenne ich meist auch schon, wo was hin muss und wie ich meine Zusammenfassung am besten aufbauen sollte. Beim zweiten Lesen wende ich das dann direkt an und fasse parallel das Wichtigste strukturiert in Textform zusammen. Ich kann dann noch hier und da ganz schnell etwas hinzufügen. Zum Schluss lese ich mir beides noch einmal durch und ergänze Fehlendes

 

 

 

 

Sunday, 11. july 2010

Wichtige Aspekte zum Text: Hochbegabung – Fakten und Fiktionen

 

Leistungsmotivation

Dass man die Schule wechseln sollte, wenn man so langsam zum „Schulversager“ wird, lässt sich natürlich nicht nur auf die Hochbegabten übertragen. Ich zum Beispiel war mies in der Grundschule und hätte eigentlich auf die Hauptschule kommen müssen. Da ich allerdings noch eine Art „IQ-Test“ mit logischen Rechenaufgaben, Formen und Wörtern gemacht habe, war ich zur Überraschung aller so gut, dass aus meinem miesen Grundschulzeugnis mit dringender Empfehlung, die Hauptschule zu besuchen, die Empfehlung fürs Gymnasium wurde. Nachgekommen bin ich dem aber nicht und habe mich einfach für den Mittelweg, die Realschule, entschieden. Doch die Leistungen in der Schule wurden immer mieser und mieser und letztendlich saß ich am Ende der 8. Klasse mit fünf Fünfen da. Ich hatte seit zwei Jahren weder Hefte geführt noch Vokabeln gelernt. In der Schule war ich auch nie, weil ich ständig krank war. In einem Jahr war ich sogar vier Mal im Krankenhaus wegen allem Möglichen. So im Nachhinein kann ich mir allerdings denken woher das gekommen ist. Die Motivation ging nämlich nicht nur gegen Null, sondern auch noch gegen Minus Unendlich, um es mit den Worten meines Mathelehrers zu erklären.

Meinen ersten Text schrieb ich am letzten Schultag im Eiscafé. Alle lachten mich aus, weil ich kein Eis aß und irgendwelche Gedanken aufschrieb. Doch irgendwie war ich zu vertieft, um da noch zuzuhören. Ich musste diese ganzen Leute nie wieder sehen. Und ich hatte die Chance, auf der Hauptschule noch mal ganz von vorne anzufangen. Mit Motivation, die dann zwar auch immer wieder ins Schwanken geriet, aber ich schloss dennoch die Werkrealschule mit einem 2,0-Schnitt ab.

Ich denke bei den Hochbegabten, die zu „Schulversagern“ werden, wird es nicht anders sein. Jeder von ihnen hat sein(e) Talente und ich denke, wenn man die erst mal in den Menschen geweckt hat und diese fördert, können sie sich auch motivieren.

 

Kristallisierte und fluide/flüssige Intelligenz

Bis 25/30 sollen diese beiden Arten von Intelligenz ansteigen, danach durchschnittlich auf einem konstanten Niveau bleiben und irgendwann im hohen Alter langsam absinken. Natürlich ist das nur der ungefähre Richtwert des Durchschnitts und die Wissenszunahme durch die kristallisierte Intelligenz nimmt bei manchen Erwachsenen immer noch zu. Oder sie sinkt rapide ab, wie es bei meiner Oma (mitte 70) der Fall war. Was sie nun macht, muss ich nicht weiter erläutern, aber die Merkfähigkeit hat in den letzten Jahren extrem abgenommen. Und zudem hat sie auch noch alleine gewohnt, was bald nicht mehr der Fall sein wird, weil das nicht mehr funktioniert und man sie nicht mehr alleine lassen kann.

Wenn ich so an sie zurückdenke, habe ich in all den Jahren, in denen ich sie in Prag besucht habe, aber auch nie einen Fortschritt erlebt. Sie hat sich früher sehr für Krimis interessiert. Allgemein für Fernsehen. Gelesen hat sie auch gerne. Aber heute ist das nicht mehr möglich. Heute stehe ich mit ihr im Aufzug und sie fragt mich, wer ich bin. Eigentlich schade. Eine intelligente Frau, so denke ich, die einfach im Alter vereinsamt ist und keine Anreize mehr gefunden hat.

Hingegen kenne ich einen 70-jährigen, mit dem ich auch oft an der Theke saß. Wir philosophieren eigentlich immer über Gott und die Welt, wenn wir uns sehen. Er sagt mir dann, welches Lexikon er gerade liest und erklärt mir, wie man ein bestimmtes Rezept nachkocht. Er ist ziemlich fit für sein Alter. Fitter als so mancher 50-jähriger, der nur dasitzt und in sein Glas blickt.

Der Kontrast ist schon ziemlich extrem. Während bei meiner Oma das Wissen (kristallisierte Intelligenz) nicht mehr zunimmt und somit wohl auch die Merkfähigkeit und andere Operatoren (flüssige Intelligenz) abnehmen, steigert der „philosophische Harry“ sein Wissen und merkt sich auch noch enorm viel davon.

Ich denke, beide Intelligenzen beeinflussen sich bei der Wissensaufnahme genauso wie bei der Wissensabnahme. Nur frage ich mich gerade, ob beim Alzheimer eher die Operatoren zur Wissensaufnahme verkümmern oder ob es doch damit zusammenhängt, dass nichts Neues mehr gelernt wird und kein Wissen mehr nachkommt…

 

 

„Versagen fällt Hochbegabten mehr ins Auge“

Der Satz hat mir gut gefallen, da er mich an mich erinnert. Ich bin zwar nicht hochbegabt, aber mir fällt auch sofort ins Auge, wenn ich etwas nicht gut genug gemacht habe...

 

 

 


 

 

12. Klasse

 

Sunday, 26. september 2010

Träume - Ein paar Gedanken zum Thema

 

Für mich sind Träume inspirierend und Geschichten, bei denen es sich manchmal lohnt, sie weiterzuspinnen. Am Tag wie in der Nacht. Ich träume gerne, aber vor allem liebe ich die Zeit vor dem Einschlafen, wenn ich mir eine Geschichte ausdenke. Irgendeine. Das mache ich, seit ich denken kann und manchmal träume ich im Halbschlaf ganz interessante Dinge zusammen, die mit dieser Geschichte zu tun haben. Daher kommt es auch oft zu abstrakten Träumen. 

 

Es gibt mehrere Traumphasen und es hat psychische Folgen, wenn unser Schlaf in einer bestimmten Phase gestört wird. In unseren Träumen werden nämlich vieles verarbeitet.

 

Die Esoteriker beschäftigen sich unter anderem ebenfalls sehr mit der Traumdeutung. Wobei ich mich frage, wie Symbole eine Bedeutung in einem Traum haben können, wenn einem selbst die Bedeutung nicht bekannt ist. Wie kann sich das auf den Traum übertragen? Man kann da ja vieles hineininterpretieren...

 Angenommen man träumt von Murmeln: Was ist, wenn man noch nie etwas groß damit zu tun hatte? Hat dieser Traum die selbe Bedeutung wie bei jemandem, der seine gesamte Kindheit alleine mit seinen Murmeln verbracht hat? Ich denke, die Deutung eines Traums wird sich von Mensch zu Mensch unterscheiden, da die Symbolik, die wir selbst den Dingen (bewusst oder unterbewusst) geben unterschiedlich ist. Kann es so eigentlich eine allgemeingültige Traumdeutung geben?

 

Was ich auch immer interessant fand, waren die Morgenseiten, die ich vor einiger Zeit in ein Büchlein geschrieben habe. Jeden Morgen ca. 3 Din A5 Seiten voller Gedanken, kurz nach dem Aufstehen. Das habe ich aus dem Buch „Den Weg des Künstlers weitergehen“ Da ich das genaue Datum meiner Morgenseiten-Zeit wissen wollte, habe ich mal in dem Büchlein geblättert. Und es steht ganz schön viel wirres Zeug drin. Der Zeitraum erstreckte sich von Anfang Juli bis Mitte August…2006! Also gehört das alles zu meinen ersten schriftlichen Aufzeichnungen…

 

Kurz nach dem Aufstehen kann man sich am ehesten den Traum ins Gedächtnis rufen. Interessant wäre es auch, ein Traumbuch zu führen, in das gleich nach dem Aufstehen die Träume eingetragen werden. Anscheinend soll man sich dadurch diese mit der Zeit noch besser einprägen können. Das würde ich gerne mal machen. Denn immer, wenn ich aufstehe, schiebt sich irgendein anderer Gedanke vor den Traum und der ist dann verloren. Ich sollte mich da mehr auf meine Träume konzentrieren...

 

 

 

 

Sunday, 26. september 2010

bewusst sein

 

Nach dem kurzen Einstieg mit dem Thema „Träumen“ ging es gleich weiter mit dem Unterbewusstsein. Es tauchte die Frage auf, ob so genannte Versprecher, Verwähler und Zu-Spät-Kommer ebenfalls zu etwas Unterbewusstem gehören. Ob sie genauso wie das Erleben und Verhalten von etwas beeinflusst werden, das tief in uns verborgen liegt. Ganz auf einen Nenner sind wir jedoch nicht gekommen.

Man kann zum Beispiel das Zu-spät-kommen in die Schule so interpretieren, dass der Schüler keine Lust hat und die ganze Sache ihm nicht wichtig genug ist.

Oder er hat eben kein Zeitgefühl.

Oder der Wecker ist kaputt gegangen und hat nicht geklingelt. (Man kann ja auch schlecht jede Stunde kontrollieren, ob der Wecker noch gestellt ist und nicht zufälligerweise kaputt geht. Und das alles nur, um zu beweisen, dass man die Schule als wichtige Institution anerkennt.) 

Oder ... der Schüler hat Angst, ein Referat zu halten...

Ich gehe jedenfalls nicht davon aus, dass dieses Verhalten zwingend mit dem Unterbewusstsein zusammenhängt. Das ist denke ich von Schüler zu Schüler, von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

 

Neben diesen unterbewussten Vorgängen gibt es auch noch vorbewusste, um die wir zwar spontan nicht wissen, die wir uns aber wieder bewusst und voll zugänglich machen können, wenn wir sie uns wieder ins Gedächtnis rufen.

Ebenfalls „unterbewusst“ sind automatisierte Vorgänge wie zum Beispiel das Auto fahren und Klavierspielen. Beides hatte ich aufgegeben, da sich bei mir nichts automatisiert hatte und ich immer zu über jeden Schritt nachgedacht habe. Ich habe auf jede Taste geachtet, auf jeden Vogel, der vom Baum flog, auf jedes Auto, in meiner Nähe und bin panisch über eine grüne Ampel gefahren in der Hoffnung, sie möge jetzt bloß nicht gelb werden. Ich habe also versucht, alles bewusst zu machen. Und das ist hinderlich. Die Automatisierung macht somit vieles leichter, denn sie sorgt dafür, dass wir Vorgänge flüssig ausführen können, ohne jedes Mal darüber nachdenken zu müssen, wo nun das Gaspedal ist.

 

 

 

 

Sunday, 26. september 2010

Das Triebmodell von Freud

 

Erleben und Verhalten werden laut Sigmund Freud durch das Instanzenmodell gesteuert. Er stellt in seiner Theorie zwei Extreme gegenüber: Das Es und das Über-Ich. Man kann sie sich vorstellen wie Engelchen und Teufelchen auf den Schultern einer Comicfigur, die das Ich darstellt...

 

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Das Es ist das Teufelchen, nicht zwangsläufig böse, setzt aber gerne das durch, was es will. Sein Ziel ist es, seine Triebe auszuleben und die Lust zu maximieren (Lustprinzip). Ein schlechtes Gewissen ist dem Es nicht bekannt, weil es keines hat.

 

Gegenüber steht ihm das Engelchen, der „Moralapostel“ (Moralitätsprinzip), das Über-Ich. Ihm geht es vor allem darum, dass alles der Norm und gesittet vonstatten geht. Es ist das Gewissen höchstpersönlich und sein Ziel ist es, Schuldgefühle zu vermeiden. Im Buch steht es zwar nicht, aber da sich das Über-Ich nach Kultur entwickelt, schließe ich daraus, dass es sich bei jedem Menschen auch nach Erziehung unterschiedlich stark oder schwach entwickelt. In Familien, in denen Gewalt und Unordnung herrschen, ist es somit eher möglich, dass das Kind ohne großes schlechtes Gewissen, ein anderes Kind schlägt, um durchzusetzen, was es will.

 

Das Ich sind wir, die letztendlich die Entscheidung treffen, in welche Richtung es gehen soll. Wir setzten uns mit der Realität auseinander (Realitätsprinzip). Wir wägen ab, finden Kompromisse, gehen den Trieben nach oder auch nicht. Wir entscheiden, ob wir nun unsere Moral oder Lust von der Schulter werfen.

 

 

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