Freitag, 27. märz 2009
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19:41
Nach dem gestrigen und heutigen Tag weiß ich: Ich sollte mehr rational denken und weniger emotional...oder
vielleicht einfach mal gar nichts denken...
Ich habe gestern nicht auf einen Anruf gewartet. Keineswegs. Wie könnte ich denn! Ich habe mich lieber duch die Literatur gekämpft und
Bücher verschlungen um nicht an mein eigenenes Leben denken zu müssen. Ich dachte mir: Gut, er lässt mich warten. Gut, er meinte er ruft Donnerstag an. Und Donnerstagabend um halb zehn war ich
dann richtig angepisst wie man so schön sagt.
Warum muss ich unbedingt so ein Gefühlsweichei sein? Bzw. das weiß ja so gut wie niemand. Besonders kein Kerl. Ich kann auch kalt sein.
Eiskalt...vielleicht weicht dann meine Umgebung ein Schritt zurück, aber egal. Darüber habe ich mir früher oft genug den Kopf zerbrochen. Und da war ich noch labiler. Also in dem Punkt: Solange
ich noch schreiben und lesen kann, ist ja alles bestens. Ich warte gut. Aber ich vertreibe mir die Zeit nebenher...mit "Ablenkung" wie man so schön sagt... Schön. Wenn es funktionieren würde. Zu
100% und nicht zu 98% und die restlichen 2% Zweifeln so viel, dass die Mathematik dadurch infrage gestellt wird.
Gestern:
Zweihundertfünfzig Seiten. Nicht viel. Aber viel „Ablenkung“. Etwas schlechte Musik recherchieren. Nicht
viel. Aber Hauptsache etwas zu tun. Und dann die Stille. Keine Stimmen mehr, kein Gesang, keine Musik. Nur das Buch und der Bleistift für Notizen. Sonst nichts...
Ab und zu etwas essen um dann weiterzulesen. Das Handy? An. Aber schwarz...
Heute ist Donnerstag. Übermorgen sollte ich am Vormittag etwas unternehmen. Ich habe mich eigentlich nicht
aufzuregen. Aber es regt mich trotzdem auf. Er ruft einfach nicht an. Ich blicke verstohlen das Handy an, dass links von mir neben meinem Laptop liegt. Ich warte nicht. Ich habe genug zu tun. Und
was ich mache, das mache ich mit Freude. (Oder versuche es.) Nicht, weil ich das unbedingt machen muss um mir irgendwie bis zu seinem Anruf die Zeit zu vertreiben. Eigentlich kann's mir ja egal
sein, ob „Finanzberater“ anruft oder nicht...eigentlich...und uneigentlich? Uneigentlich muss ich mich ermahnen arrogant zu sein und keinen einzigen Gedanken an einen Mann zu verschwenden. Egal
an welchen. Ob es der eine ist, oder der eine von vielen, oder ein unbestimmter, oder WAS AUCH IMMER. Sehen wir es mal so: Alleine bin ich immer...sogar in einer Beziehung. Also warum sich
aufregen...
Egal, ob der eine (welcher auch immer...) mir wichtig ist, er schert sich nicht um mich. Und die einzigen,
die sich um mich scheren, wollen nur das eine. Super. Ich bekomme ein tolles Bild von dieser Welt. Ein echt tolles. Was eine Familie ist, habe ich auch niemals gelernt. Eigentlich dürfte man mich
ja mit meinen Ansichten nicht mehr frei rumlaufen lassen...ich sollte mir vielleicht vornehmen, mein Selbstwertgefühl etwas anzukurbeln. Das sinkt nämlich mit jedem Gedanken an das Los hier
tiefer.
Heute:
Ich wache auf, mein Kopf ist klar, mein Herz schlägt nur...und meine Seele? Die rebelliert natürlich! Ich sollte sie mal zur Geduld
erziehen. Oder knallhart. Sie soll endlich aufhören sich und somit mir, meinem Äußeren, meiner Intelligenz, meinem Wesen an sich, Vorwürfe zu machen. So langsam eschoffiere ich mich darüber!
Ständig ist irgendetwas in mir dabei mir zu sagen wie blöd ich bin. Und ständig sucht etwas in mir die Schuld. Und sie liegt immer bei mir. Und ständich versucht mir dieses Etwas, die 2%,
einzureden, dass ich es wieder nicht geschafft habe jemanden zu "fesseln". Und dass ich nicht gut genug bin. Es sind eben nur diese winzigen zwei Prozent in mir, daie so denken. Früher wars mehr.
Aber trotzdem klappt dieses einreden in der Minderheit noch sehr gur. Auch wenn ich es doch eigentlich besser weiß. Ich bin nicht doof! Und behaupten wird das auch nie jemand. Aber wie ist das
mit dem Selbstwertgefühl?! "Aber die anderen werden jetzt genau in diesem Moment daran denken, wie doof ich doch eigentlich bin." Dabei weiß mein Verstand es doch besser: Die Welt dreht sich
nicht nur um mich. Egal wie ich diesen Satz umformuliere, das Etwas krallt sich die Worte und verdreht sie so, wie es sie will:
Die Welt dreht sich nicht nur um dich - Zum Glück tut sie das nicht! - Nee, dann bist du nicht wichtig und immer noch zu klein und
unscheinbar!
Die Welt dreht sich nicht nur um dich - Stimmt. Leider. - Na siehste!
Vielleicht sollte ich einfach mal auf Durchzug machen...und nicht so viel nachdenken...
Ach ja, das Ende vom Lied: Er hat mir eine Mail geschreiben. Korrekt. Mit Zeitangaben. Erinnerung an morgen. Und dass er sich nochmal
meldet.
Hat er. Und er holt mich morgen um 9:45 Uhr ab.
...Umsonst Sorgen, Vorwürfe und das alles gemacht...
Irgendwelche Tipps zur Entspannung beim nächsten Mal? Ich glaube, ich brauche Baldrian...und ein Prozent weniger von diesem Etwas.
Vielleicht hält mich das ja auf dem Teppich. Und Geduld sollte ich mir auch zulegen.
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